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Neues Buch: „Hilfe, ich liebe einen Poly“

Mona Lohr
vor 3 Stunden
4 Min. Lesezeit

In meiner Beratung begegne ich seit Jahren Menschen, die sich in jemanden verliebt haben, der bereits in einer anderen Beziehung lebt und daraus kein Geheimnis macht. Manche erfahren es beim ersten Date, andere nach einigen Wochen, und fast alle beschreiben dieselbe Mischung aus Neugier und Verunsicherung. Sie fragen sich, ob sie sich auf so eine Beziehung einlassen können, was sie von der polyamoren Person erwarten dürfen und wie sie mit der Partnerperson umgehen sollen, die schon vor ihnen da war. Für diese Menschen habe ich mein neues Buch geschrieben.


Warum es dieses Buch braucht

Mein erstes Buch „Von Mono zu Poly“ richtet sich an Paare, die ihre Beziehung öffnen möchten. Beim Schreiben und in vielen Gesprächen danach ist mir aufgefallen, dass eine Gruppe in der Literatur über Polyamorie kaum vorkommt, obwohl sie in jeder offenen Konstellation dazugehört. Gemeint sind die Menschen, die neu hinzukommen. Ratgeber sprechen meist das bestehende Paar an, und die neue Person erscheint darin als jemand, über den Regeln getroffen werden. „Hilfe, ich liebe einen Poly“ dreht diese Perspektive um und stellt dich in den Mittelpunkt, wenn du diejenige oder derjenige bist, die oder der neu dazukommt.

Dabei richtet sich das Buch ausdrücklich nicht nur an Menschen, die selbst polyamor leben möchten. Viele meiner Klientinnen und Klienten bleiben monogam und führen trotzdem eine glückliche Beziehung mit einer polyamoren Partnerperson. Andere merken nach einiger Zeit, dass sie etwas anderes brauchen, und verabschieden sich bewusst. Beide Wege können richtig sein, und das Buch soll dir helfen, den Weg zu finden, der zu dir passt.


Was dich im Buch erwartet

Das Buch begleitet dich von der ersten Verliebtheit bis zu der Frage, wie eine solche Beziehung langfristig gelingen kann. Einige Schwerpunkte möchte ich hervorheben:

  • Deine eigenen Bedürfnisse: Mit einem Selbsteinschätzungsbogen, einer Checkliste und einer Bedürfnis-Landkarte kannst du herausfinden, was du in einer Beziehung brauchst und was du dir nur wünschst, bevor du dich an dem orientierst, was dir angeboten wird.

  • Herausfinden, worauf du dich einlässt: Ein ganzes Kapitel widmet sich den Gesprächen mit der polyamoren Person. Du findest dort konkrete Fragen und Hinweise, woran du ehrliche Unsicherheit von Ausweichen unterscheiden kannst.

  • Regeln, Vereinbarungen und Grenzen: Ich erkläre, warum es einen Unterschied macht, ob du an einer Absprache beteiligt warst, und welche Formen von Vetorecht es gibt, damit du einschätzen kannst, wie weit sie in deine Beziehung eingreifen.

  • Der Kontakt zum Metamor: Hier geht es darum, wie ein erstes Treffen gelingen kann und wie eine gelebte Kitchen-Table-Polyamorie aussieht. Ebenso geht es darum, was du dir gut überlegen solltest, wenn die andere Partnerperson dich nicht akzeptiert.

  • Eifersucht, Selbstwert und Bindung: Du erfährst, woher monogames Fühlen kommt, was sich davon verändern lässt und wo Grenzen liegen, die du ernst nehmen darfst.

  • Warnsignale: Ein eigenes Kapitel beschreibt Red Flags bei der polyamoren Person, in der Konstellation und bei dir selbst. Dazu gehört auch die Frage, wann eine Trennung die bessere Entscheidung ist.

Ein Gedanke zieht sich durch alle Kapitel. Es macht einen großen Unterschied, ob du in eine Konstellation hineinkommst, die seit Jahren erprobt ist, oder in eine, die sich gerade erst öffnet und in der die Beteiligten selbst noch nicht wissen, was sie brauchen. In der Praxis erlebe ich, dass viele Missverständnisse daraus entstehen, dass diese beiden Ausgangslagen nicht unterschieden werden. Deshalb zeige ich in jedem Kapitel, was die jeweilige Situation für dich bedeutet.


Lena, Mara und Felix

Durch das ganze Buch begleitet dich die Geschichte von Lena. Sie verliebt sich in Mara, die seit fünf Jahren mit Felix zusammenlebt und mit ihm gerade beginnt, die Beziehung zu öffnen. Lena erlebt vieles, was in den Kapiteln beschrieben wird. Sie stellt Fragen, die zunächst unbeantwortet bleiben, lernt Felix kennen und findet einen eigenen Feiertag mit Mara. Als Mara sich in eine weitere Frau verliebt, stößt sie außerdem auf alte Überzeugungen in sich selbst. Leserinnen und Leser von „Von Mono zu Poly“ kennen Mara und Felix bereits. In diesem Buch erzählt Lena die Geschichte aus ihrer Sicht.


Ein Kapitel zum Weitergeben

Das vorletzte Kapitel richtet sich an die polyamore Person selbst, also an den Menschen in der Mitte. Du kannst es deiner Partnerperson zu lesen geben, wenn dir für manche Anliegen die Worte fehlen oder wenn du dir ein gemeinsames Gespräch wünschst. Es beschreibt, was es bedeutet, neu in ein bestehendes Gefüge zu kommen, und welche Verantwortung die Person trägt, die mit allen Beteiligten in einer Beziehung steht.

Auch die Perspektive der Menschen, die schon länger mit einer polyamoren Person zusammenleben, kommt im Buch vor. Wenn du die Nesting-Partnerperson bist und deine Partnerperson jemand Neues kennenlernt, findest du Anregungen dazu, wie ihr mit eurem gemeinsamen Zuhause, euren Kindern und deiner eigenen Angst umgehen könnt. Außerdem geht es darum, wie du selbst ein guter Metamor sein kannst.


Für wen das Buch gedacht ist

Das Buch ist für dich, wenn du gerade eine polyamore Person kennenlernst und herausfinden möchtest, worauf du dich einlässt. Es ist ebenso für dich, wenn du schon länger in einer solchen Beziehung lebst und merkst, dass dich bestimmte Situationen immer wieder belasten. Auch Beraterinnen und Berater, Therapeutinnen und Therapeuten finden darin Material für die Arbeit mit Klientinnen und Klienten in nicht-monogamen Konstellationen.

„Hilfe, ich liebe einen Poly. Ein Ratgeber für alle, die sich in einen polyamoren Menschen verlieben“ ist als Taschenbuch bei Amazon erhältlich: Link

Wenn du dir neben dem Buch persönliche Begleitung wünschst, kannst du dich gern an mich wenden. Ich berate online und in Bonn Einzelpersonen, Paare und Menschen aus polyamoren Konstellationen.


Mona Lohr, M.Sc. Psych.

 
 
 

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