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  • Mona Lohr

Die 5 Sprachen der Liebe

Der amerikanische Paar- und Beziehungsberater Gary Chapman hat in langjähriger Arbeit mit Paaren festgestellt, dass ein zentraler Punkt, ob Paare glücklich in der Beziehung sind darin liegt, ob sie sich von ihrem Partner wertgeschätzt/geliebt fühlen.

Dabei hat er herausgefunden, dass es bei Menschen unterschiedlich ist, welche Wertschätzungssignale sie am ehesten empfangen und was sie brauchen, um sich geliebt zu fühlen.

So kann es also sein, dass der eine Partner Dinge tut, um seinem Partner zu zeigen, dass er ihn liebt, der andere Partner dies aber gar nicht so wahrnimmt. Am Ende sind dann beide frustriert.

Daher empfiehlt er gemeinsam herauszufinden, welche Sprache der Liebe die Partner sprechen und dann die "Sprache" des Partners zu lernen und seine Wertschätzung/Liebe in dessen Sprache auszudrücken.


Die Sprachen der Liebe sind folgende:

  1. Lob/Dank und Anerkennung: Das können ehrliche Komplimente sein; das kann ein Dankeschön sein für den Einkauf, der gemacht wurde; das kann ein "ich bin stolz auf dich" sein; das kann ein "mmmh das essen, das du gekocht hast, ist lecker" sein; das können Liebesbekundungen sein, z.B. einfach sagen, warum der Partner einem so wichtig ist und was man an ihm liebt. Diese Sprache benutzt Worte (die von Herzen kommen) um seine Liebe/Wertschätzung/Anerkennung auszudrücken.

  2. Zweisamkeit: Diese Sprache meint, Zeit exklusiv nur für sich als Paar zu haben, im Englischen auch "Quality time" genannt. Hier geht es darum, sich gezielt Zeiträume nur miteinander zu nehmen, die idealerweise störungsfrei sind. Dies können bestimmte kurze Zeiträume oder auch ein ganzes Wochenende sein. In der Zeit kann miteinander gesprochen werden, oder auch eine gemeinsame Aktivität gemacht werden, so lange der Fokus aufeinander liegt.

  3. Geschenke: Wichtig bei Geschenken ist, dass diese von Herzen kommen. Die Wertschätzung liegt darin, dass man sich wirklich Gedanken gemacht hat, was der andere sich wünscht, ggf. den anderen beobachtet hat oder den anderen so gut kennt, dass man weiß, was er braucht und worüber er sich freut und etwas passendes findet. Der Wert kann sich in Geld ausdrücken (teure Geschenke) oder auch nur in einer Symbolkraft, die zeigt, dass man sich Gedanken gemacht hat. Andere wieder freuen sich besonders über selbstgemachte Geschenke.

  4. Hilfsbereitschaft: Hier ist gemeint, etwas für den anderen zu tun, ihm ggf. nervige Aufgaben abzunehmen, oder für ihn zu sorgen. Das kann beispielsweise sein für den Anderen zu kochen, oder das Auto zu waschen, oder einen nervigen Anruf zu erledigen, oder den Garten schön zu machen. Wichtig ist, dass man es für den anderen tut und der andere die Aufgabe nicht lieber selbst gemacht hätte.

  5. Berührungen / Zärtlichkeit: Die letzte Sprache der Liebe bezieht sich auf Körperlichkeiten. Das kann Sexualität sein, muss es aber nicht. Es können auch einfache Berührungen auf der Schulter sein, massieren, in den Arm nehmen, küssen, kuscheln. Der Kern ist dem Anderen eine körperliche Nahbarkeit zu signalisieren und aktiv auf den Anderen zuzugehen.

Meistens finden wir alle diese Komponenten gut, wenn der Partner uns diese zeigt.

Häufig haben wir jedoch bestimmte Präferenzen, durch welche Sprache wir uns besonders geliebt fühlen bzw. nicht geliebt fühlen, wenn diese Sprache fehlt.

So kann es sein, dass z.B. ein Partner ganz viel für den anderen tut (Sprache Hilfsbereitschaft) und der andere Partner sich ganz ungeliebt fühlt, weil der Partner nie Zeit hat und die wichtigste Sprache für ihn Zweisamkeit wäre.


Wenn Sie überlegen, welche Sprache für Sie die Wichtigste ist, dann überlegen Sie, auf welche Sprache Sie am wenigsten verzichten können. Häufig sind es auch zwei Sprachen, die uns besonders wichtig sind.

Und letztendlich sollen diese Sprachen nur als Orientierung dienen, damit Sie überlegen können, wie kann Ihr Partner Ihnen besonders gut seine Liebe zeigen.

Und dann erstellen Sie eine Liste mit diesen Dingen (Worte/Handlungen), am besten ganz konkret und spezifisch. Und dann bitten Sie Ihren Partner, dies auch zu tun und tauschen Sie die Liste aus. Und dann probieren Sie gegenseitig aus, ein paar der aufgeschriebenen Dinge umzusetzen und schauen Sie, welchen Effekt das auf Ihren Partner und Ihre Beziehung hat.


Und auch umgekehrt lohnt sich der Blick darauf zu richten, in welcher Sprache der Partner seine Liebe auch aktuell schon ausdrückt, so dass Sie dies sehen und wertschätzen können, auch wenn es vielleicht nicht Ihre Wunschsprache ist.



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